Wer ist die Community?
Ist die Community um ein bestimmtes Spiel ein repräsentatives Abbild seiner Gesamtspielerschaft? Nein, ist sie nicht. Manche Leute haben einfach keine Zeit und Lust, in virtuellen Räumen abzuhängen, weil sie lieber anderen Freizeitbeschäftigungen nachgehen. Spielen ja, aber dann auch noch über Spiele in Foren diskutieren? Nein, das muss nicht sein. Ebenso gibt es einen nicht unbeträchtlichen Teil von Computerspielern, die zwar Foren besuchen, dort aber nicht posten. Die Gründe dafür sind meist banal: man hat beispielsweise ein Problem mit einem Spiel, oder eine Frage zum Gameplay und sucht, ob nicht schon irgendjemand genau dieselbe Frage hatte. Wenn nicht, dann verlässt man das Forum eben wieder. Entweder aus dem Grund, sich nicht zuerst umständlich im Forum anmelden zu müssen, oder weil man eine Antwort jetzt sofort – unmittelbar - haben möchte.
Wenn Mitglieder einer Community aber eher bereit sind, viel Zeit in ein Spiel zu investieren, also viel mehr „Hardcore“ sind als andere, dann sind auch ihre Erwartungen an das Spiel andere. Müssen sie auch sein: Wenn man jeden Zentimeter der Spielwelt kennt, dann möchte man diese am liebsten mit dem Inhalt gefüllt sehen, den man persönlich bevorzugt. Diese Meinung vertritt man dann im entsprechenden Forum, womöglich um auf die Entwickler und den Publisher Einfluss zu nehmen. Beispiel:
User A: „Wir brauchen im Spiel XY fliegende Kühe“
User B: „Ja genau, recht hast du, User A. Fliegende Kühe!“
User C: „Genau meine Meinung. Hört ihr das da draußen, liebe Entwickler? Wir Spieler wollen fliegende Kühe, also baut sie ein!“
Zweifellos kann sich eine Online-Community im Diskurs auf einen gemeinsamen Nenner verständigen. Doch trifft sie damit den Geschmack aller Spieler? Nein, tut sie wahrscheinlich nicht. Warum? Weil sie eben keine repräsentative Teilmenge der Spielerschaft ist, wie wir oben festgestellt haben. Möglicherweise ist der Mainstream (ich weiß, ein böses Wort) an etwas völlig anderem interessiert. Keine fliegenden Kühe. Der Entwickler/Publisher setzt lieber auf grasende Schafe. Das tut er deshalb, weil grasende Schafe in anderen Spielen sehr gut angekommen sind – der Mainstream mag grasende Schafe eben.
Dies ist kein Manifest gegen die Innovation in Computerspielen. Es soll mehr eine Erklärung dafür sein, weshalb die Entwickler nicht immer die Wünsche einer Community verwirklichen können. Der Input der Community ist wirklich sehr wichtig, keine Frage – oft ist es die Community, die den Publisher oder den Entwickler auf etwas aufmerksam macht, was er nicht selbst gemerkt hat - ein Feuer speiender Tatzelwurm wäre so ein Beispiel, wobei das Radon Labs auch noch rechtzeitig selbst erkannt hätten ;-)
Doch man muss bei der Entwicklung eines Spiels auch berechnend sein, denn zu viele Experimente im Gameplay resultieren leider viel zu oft in einem wirtschaftlichen Debakel. Und das will nun wirklich keiner – auch nicht die Community eines Spiels.
Wenn Mitglieder einer Community aber eher bereit sind, viel Zeit in ein Spiel zu investieren, also viel mehr „Hardcore“ sind als andere, dann sind auch ihre Erwartungen an das Spiel andere. Müssen sie auch sein: Wenn man jeden Zentimeter der Spielwelt kennt, dann möchte man diese am liebsten mit dem Inhalt gefüllt sehen, den man persönlich bevorzugt. Diese Meinung vertritt man dann im entsprechenden Forum, womöglich um auf die Entwickler und den Publisher Einfluss zu nehmen. Beispiel:
User A: „Wir brauchen im Spiel XY fliegende Kühe“
User B: „Ja genau, recht hast du, User A. Fliegende Kühe!“
User C: „Genau meine Meinung. Hört ihr das da draußen, liebe Entwickler? Wir Spieler wollen fliegende Kühe, also baut sie ein!“
Zweifellos kann sich eine Online-Community im Diskurs auf einen gemeinsamen Nenner verständigen. Doch trifft sie damit den Geschmack aller Spieler? Nein, tut sie wahrscheinlich nicht. Warum? Weil sie eben keine repräsentative Teilmenge der Spielerschaft ist, wie wir oben festgestellt haben. Möglicherweise ist der Mainstream (ich weiß, ein böses Wort) an etwas völlig anderem interessiert. Keine fliegenden Kühe. Der Entwickler/Publisher setzt lieber auf grasende Schafe. Das tut er deshalb, weil grasende Schafe in anderen Spielen sehr gut angekommen sind – der Mainstream mag grasende Schafe eben.
Dies ist kein Manifest gegen die Innovation in Computerspielen. Es soll mehr eine Erklärung dafür sein, weshalb die Entwickler nicht immer die Wünsche einer Community verwirklichen können. Der Input der Community ist wirklich sehr wichtig, keine Frage – oft ist es die Community, die den Publisher oder den Entwickler auf etwas aufmerksam macht, was er nicht selbst gemerkt hat - ein Feuer speiender Tatzelwurm wäre so ein Beispiel, wobei das Radon Labs auch noch rechtzeitig selbst erkannt hätten ;-)
Doch man muss bei der Entwicklung eines Spiels auch berechnend sein, denn zu viele Experimente im Gameplay resultieren leider viel zu oft in einem wirtschaftlichen Debakel. Und das will nun wirklich keiner – auch nicht die Community eines Spiels.
dtp Olli - 6. Okt, 17:03
